„Spielschule“

Vorbereitung und Gestaltung des Übergangs in die Schule

Mit dem Eintritt in die KiTa beginnen wir, die Kinder auf das Leben vorzubereiten und somit auch für das Lernen in der Schule. Zusätzlich besucht jedes Kind in seinem letzten KiTa-Jahr eine Vorschulgruppe. Hier werden Themen, die es hinsichtlich des Schuleintritts bewegen, bearbeitet und die Kinder werden unter anderem in den Bereichen „Sprache“, „Mathematische Bildung“ und „Arbeitstechniken“ gezielt gefördert. Dazu zählen Zahlen lesen, Schnürsenkel binden, Farben kennen, u.v.m.

Übergang KiTa-Schule

Als pädagogische Fachkräfte spielen wir bei der Frage der Einschulung eine tragende Rolle. Denn wir geben Ihnen als Eltern differenziert Auskunft über Konzentrations- und auch Anstrengungsbereitschaft, über die Hilfsbereitschaft Ihres Kindes und der Stellung in der Gruppe, sowie über Fähigkeiten mit eigenen Gefühlen und mit Gefühlen anderer umzugehen. Somit beobachten wir gezielt das Verhalten, sodass sich unsere Ergebnisse aus der Orientierung am Kind ergeben.

Wir führen eine Förderdiagnostik durch und dokumentieren qualifiziert, das heißt wir erfassen permanent die Stärken und Schwächen der Kinder in unserer KiTa. Permanent heißt nicht, wir schreiben täglich Berichte, aber wir können jederzeit Auskunft geben und Fragen beantworten.

Die Maßnahme zur Schulvorbereitung setzt eine verstärkte Erziehungs- und Bildungsarbeit voraus. Das bedeutet, wir arbeiten eng mit Ihnen als Eltern zusammen, um für das Wohl Ihres Kindes zu sorgen. Hierfür setzen wir von allen Seiten Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung (z.B. altersgerechte Spiele). Wir gewöhnen Kinder frühzeitig an Bücher, damit später die Freude am Lesen entwickelt wird.

Unsere Aufgabe ist, Kinder darin zu unterstützen, die Fähigkeit durch die Stärkung der Gesamtpersönlichkeit zu entwickeln. Zu den Basiskompetenzen, die in unserer KiTa gefördert werden, gehören:

o   Konfliktlösungsstrategien („Sag dem Kind, dass es dir weh getan hat“)
o   Eigenaktivität
o   Positive Selbsteinschätzung
o   Empathie
o   Aneignung von Stressbewältigungskompetenzen

Die konkrete Förderung von Resilienz sieht so aus:

o   Kindern konstruktives Feedback geben
o   Vorschnelle Hilfeleistungen vermeiden
o   Zu Erfolgserlebnissen verhelfen
o   Kinder unterstützen, soziale Beziehungen aufbauen
o   Zeigen, wie sie sich erreichbare Ziele setzen können
o   Selbst ein „resilientes“ Vorbild sein

In Zusammenarbeit mit den Eltern der Vorschulkinder findet jährlich ein Info-Nachmittag statt, in dem darauf hingewiesen wird, was die Kinder erwartet, wie sie von uns gefördert werden und auf welche Fördermöglichkeiten Eltern zurückgreifen können.

Was genau ist nun die Vorschulgruppe?

Die Vorschulgruppe ist eine „Spielschule“, die ein Ort der Förderung für die Vorschulkinder ist. Das Ziel ist die Kinder spezifisch auf die Schule vorzubereiten. Dafür treffen wir uns in einem eigenen Raum wo sie an Tischen und auf Stühlen sitzen, sich einen eigenen Namen als Gruppe überlegen, spielerisch an die Schule gewöhnt werden, Arbeitsblätter erhalten, Ausflüge mit der Fachkraft planen, eine eigene Mappe gestalten, eine Durchführung der Verkehrserziehung mit anschließendem Fahrrad-Führerschein, mathematische Förderung durch Zahlenland, u.v.m.

Die KiTa-Zeit wird durch eine Übernachtung und einen Abschluss-Gottesdienst beendet. Die Fachkraft arbeitet mit den Vorschulkindern dialogorientiert und ko-konstruktiv. Ko-Konstruktion bedeutet, dass Kind sammelt mit dem Erwachsenen neue Kenntnisse, wodurch sein kindliches Lernumfeld wächst, weil sich Kind und Erzieher gemeinsam reflektieren und mit neuem Wissen auseinandersetzen. Es steht also nicht nur die Selbstbildung im Fokus, sondern in diesem Fall eignen sich Kinder Bildung durch andere Kinder oder Erzieher, sowie Erzieher von Kindern an. Zu ergänzen wäre auch der motivationale Aspekt, weil sich Kinder durch die Interaktion in den Settings und durch das gemeinsame Erforschen ko-konstruktiv austauschen und sich zum Beispiel in der Wortschatzerweiterung gegenseitig bereichern. Solche Prozesse beleben die Interaktion in der Praxis. Summa summarum haben pädagogische Fachkräfte durch den ko-konstruktiven Ansatz die Möglichkeit Kinder im Vorschulalter bei der Erweiterung der kognitiven und sprachlichen Kompetenzen unterstützend zu begleiten. Nach Bedarf ist auch eine Integrationsfachkraft unterstützend in der „Spielschule“.